Gibt es die Disziplin "Literatur extrem" eigentlich schon?
Wenn
nicht, dann wäre die Lesung der Japanfreunde am 02. August auf der
Internationalen Gartenschau Hamburg ein gutes Beispiel gewesen, was man
darunter verstehen könnte.
Die Hamburger jammern in der Regel zu Recht über ihr Wetter, aber an diesem Tag geschah das Unglaubliche:
Die Regenschirme wurden zu Sonnenschirmen und viele Besucher wanderten mit Sonnenschirmen bewehrt "in 80 Gärten um die Welt".
Die
Japanfreunde Hamburg hatten das besondere Vergnügen im asiatischen Teil
der Gartenschau eine mittägliche Lesung abhalten zu dürfen - bei echten
36 Grad. Wow - wer toppt den Rekord?
Es
war nach dem japanischen Sommernachtsspaziergang im vergangenen Jahr
die zweite "open air"-Lesung - und solange die Technik nicht nass wird,
funktioniert das prima und macht viel Freude. Am offiziell heißesten Tag
des Jahres bestand diesbezüglich aber wegen nasser Technik keine
Gefahr...
Ein besonderes Dankeschön geht an die Veranstalter:
Nicht nur der Ablauf der Lesung verlief perfekt, die Internationale
Gartenschau war auch ein vorbildlicher Gastgeber! Domo arigato!
Wem
"Literatur extrem" zu heftig ist, der hat am 09. Oktober um 16.00 Uhr
noch einmal die Gelegenheit, die Japanfreunde mit einer Lesung auf der
Internationalen Gartenschau zu erleben.
Bis dahin noch einige sommerliche Impressionen von der Gartenschau:
Ein
"typisch japanischer" Steingarten? Nun, die Zen-Elemente, der
Minimalismus, die Verbindung von Technik und (abstrahierter) Natur, der
Schulterschluß von Tradition und Gegenwart ist auch in diesem "Wald"
eines japanischen Gestalters vorhanden - und lädt viele Besucher
offenbar ein, den "Wald" mit eigenen Stein-Jonglagen zu verzieren...
Dem Themenkreis "Häfen rund um den Globus" wurde eine eigene "Welt" gewidmet...
Gärten wie Besucher hielten der Hitze-Welle tapfer stand...
Vielleicht
auf dem Bild nicht so gut zu erkennen - der Baum wächst AUF dem
Hochplateau des Felsens - wäre das nicht eine interessante
Herausforderung für den ein oder anderen Hobbygärtner?