Freitag, 18. März 2011

Spendenaufrufe für japanische Katastrophen-Opfer

Erfreulicherweise bemühen sich derzeit viele engagierte Japanfreunde Spenden für die Opfer der jüngsten Katastrophe zu sammeln. Auch in Hamburg finden in den nächsten Tagen entsprechende Veranstaltungen statt -> siehe auch unsere Rubrik Veranstaltungen.

Horst Bote, Hamburger Schriftsteller, der seit vielen Jahren in unserer Partnerstadt Osaka lebt, hat unter der Rubrik "Neues aus Japan" trotz all dem Schrecken auch ein paar aufbauende Neuigkeiten und aufklärende Informationen zu vermelden -> Neues aus Japan.

Horst empfiehlt, um den Katastrophen-Opfern möglichst schnell und effektiv zu helfen, bei der Organisation "Civic Force" zu spenden:

http://civic-force.org/english/index.html

"Civic Force" ist Japans führende Nicht-Regierungs-Organisation (NGO), wenn es darum geht, Opfer von Erdbeben und anderen Naturkastastrophen schnell mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Sie war bei der aktuellen Katastrophe die erste NGO, die Leute vor Ort hatte - aktuell setzt die Organisation Hubschrauber ein, um die Betroffenen mit Essen, Medizin, Decken und Notunterkünften zu versorgen. Bevor ihr also bei jemanden spendet, der sich erst einmal noch Gedanken machen muss, wie das Geld denn den Opfern zugute kommen soll, spendet also lieber direkt!

Hier die Bankverbindung:

Bank Name: Sumitomo Mitsui Banking Corporation
Branch Name: Aoyama Branch
Branch Number: 258
Account Number: 6973031(Japanese yen account)
Account Name: Civic Force

Bank Address: 3-8-38 Minami Aoyama, Minatoku, Tokyo 107-0062 Japan
Bank Tel: +81-3-3404-2112

Swift code: SMBCJPJT

Ebenfalls reinen Gewissens zu empfehlen ist eine Unterstützung des japanischen Roten Kreuzes:

- Für direkte Spenden an Opfer betroffener Gemeinden:
Bank: Mitsuisumitomo Bank
Filiale: Ginza
Konto-Nr: 8047670 (Girokonto)
SWIFT-Nr.: SMBC JP JT
Kontoinhaber: Rotes Kreuz Japan
Adresse: Tokyo-to, Minato-ku, Shibadaimon 1-1-3

- Für die Rettungsmaßnahmen durch das Rote Kreuz Japan
Bank: Mitsuisumitomo Bank
Filiale: Ginza
Konto-Nr.: 8047705 (Girokonto)
SWIFT-Nr.: SMBC JP JT
Kontoinhaber: Rotes Kreuz Japan
Adresse: Tokyo-to, Minato-ku, Shibadaimon 1-1-3

Wir sehen uns bei den Benefiz-Konzerten!

Samstag, 12. März 2011

Erdbeben und Tsunami in Japan

Die schlimmsten wissenschaftlichen Vorhersagen wurden von den jüngsten Naturkatastrophen in Japan auf schreckliche, unfassbare Weise in den Schatten gestellt: Unser Mitgefühl, unsere Gedanken und unsere besten Wünsche sind bei den Menschen in Japan und insbesondere bei unseren Freunden in Tokio und Yokohama.

Aktuelle Informationen (auf Englisch) zur Situation in Japan finden Sie hier: http://www3.nhk.or.jp/nhkworld/
http://www.japantimes.co.jp/

Sie können helfen!

Die "Aktion Deutschland hilft" - ein Bündnis verschiedener renommierter Hilfsorganisationen - hat ein Spendenkonto eingerichtet. Hier finden Sie das Spendenformular:

https://ssl.aktion-deutschland-hilft.de/spenden/spenden.php

oder

Aktion Deutschland Hilft e.V.
Spendenkonto: 10 20 30

Bank für Sozialwirtschaft, Köln
BLZ 370 205 00 


oder unter der Spendenhotline 0900 55 10 20 30

Montag, 7. März 2011

Impressionen vom japanischen Mädchenfest 2011


Wer das Hina Matsuri in Hamburg schon länger besucht wird sich doch etwas verwundert die Augen gerieben haben, dass in diesem Jahr die Besucher aufgrund des großen Andrangs zunächst einmal eine halbe Stunde Schlange stehen mussten, bis sie sich in das Getümmel stürzen konnten. Tatsächlich konnte sich das Hamburger Museum für Völkerkunde an diesem Sonntag über rund 1100 Besucher freuen - das dürfte einen neuen Besucher-Rekord für das Mädchenfest darstellen. "Eigentlich" steht ja der traditionelle Puppenberg im Zentrum des Geschehens, dessen kulturelle und historische Hintergründe dem Publikum auch fachkundig näher gebracht wurden:


Doch darüber hinaus hat sich im Laufe der Jahre das Hamburger Hina Matsuri zu einem kleinen eintägigen Japan-Festival entwickelt. Das Konsulat gab sich alle Mühe an seinem Informationsstand, die Reiselust der Anwesenden zu wecken:


Daneben hatten die Besucher Gelegenheit, Manga und japanisches Kunsthandwerk zu erwerben:




Live zubereitete japanische Spezialitäten machten Appetit und fanden regen Zuspruch:




Im Zentrum des diesjährigen Hina Matsuri standen Manga und Anime. Im Stundentakt unterrichtete Mangaka Alexandra Völker in ihrem workshop abwechselnd Anfänger und Fortgeschrittene im Zeichnen von Manga:






Zusätzlich zum Zeichen-workshop hatten die Besucher(innen) außerdem Gelegenheit, ihre kreativen Fähigkeiten in einem Text-workshop zu vervollkommnen. Eine Manga-Figur auf dem Papier soll um Hilfe schreien - aber was heißt denn "Hilfe!" auf Japanisch? - "Tasukete!" Workshopleiterin Keiko Hamada wußte auch hier weiter:


Doch auch das Erlernen anderer japanischer Kunstfertigkeiten bereitete den Teilnehmern des Mädchenfestes viel Spaß. Neben dem Origami und dem Kalligraphieren...



... nutzten die Besucher aller Altersgruppen die Gelegenheit, nicht nur die ausgestellten Tuschezeichnungen zu bewundern, sondern sich selbst einmal im Tuschezeichnen zu versuchen:



Einmalig war auch die Gelegenheit, in die Faszination des "Shogi", dem "japanischen Schach" einzutauchen...


... oder ein "Kamishibai", ein japanisches Papiertheater zu basteln:


Und niemand musste nach Hause gehen, ohne zu wissen, wie der eigene Name auf Japanisch geschrieben wird:


Das anspruchsvolle Rahmenprogramm der Kampfkünstler bot Einführungen in die jeweilige Disziplin und spektakuläre "action" - wie beispielsweise die Aikido-Vorführung des Budozentrums der Hamburger Sportvereinigung der Polizei:


Dem standen die ehemalige Kendo-Europameisterin Angela Neumeister und ihr Team des SV Eidelstedt in nichts nach:


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Wer sich nach der Vorführung traute, durfte versuchen, dem Herrn in "Nachtblau" eins auf den Helm zu geben oder anderweitig praktische erste Erfahrungen mit dem Bambusschwert zu sammeln:



Eine Herausforderung der eigenen Art stellte die Tengu-Daiko Frauentrommelgruppe aus Hamburg dar. Zum Entzücken der Zuhörer versetzten sie den Gewölbesaal mit ihren mächtigen Trommeln in Schwingungen bis der Boden unter den Füßen bebte...


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Den Auftakt zum letzten Teil der Veranstaltung gab das "Manga-Sofa". (Wenngleich ohne Sofa) diskutierte eine hörenswerte Expertenrunde interessante Fragen rund um das Thema Manga in Deutschland. Hier kamen nicht nur Programm-Macher der beiden wichtigsten deutschen Manga-Verlage, die beide in Hamburg ansässig sind, zu Wort, sondern eine der anwesenden Verlagsrepräsentantinnen ist in Personalunion gleichzeitig eine professionelle Mangazeichnerin.

Aufgrund dieser "Innenperspektive" wurde nicht nur über die bisherige und mögliche zukünftige Verbreitung von Manga bis hin zu weiteren Entwicklungen im Bereich e-books gesprochen - lautstark forderten die zahlreich anwesenden Fans hier die Veröffentlichung verschiedener bislang auf Deutsch nicht erhältlicher Serien - es ging dabei neben vielen anderen Themen spannenderweise auch um das Thema "scanlations". Dies einmal aus Sicht der Fans, die oft keine andere Möglichkeit besitzen, die von ihnen geliebten Serien zu lesen, aber auch aus Sicht der betroffenen Künstler, die bei dem illegalen Einscannen, Übersetzen und der kostenlosen Weitergabe ihrer Arbeiten durch Fans leider leer ausgehen.

Die spannende Diskussionsrunde soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden...


Den Abschluß des diesjährigen Hina Matsuri bildete der mit Spannung erwartete Cosplay-Wettbewerb. Die Jury aus drei Experten(innen) urteilte streng, aber zweifelsohne sehr fair wie auch kompetent und gab den Teilnehmern häufig konkrete Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg.


Im Vergleich zum Wettbewerb des Vorjahrs verdreifachte sich die Zahl der Teilnehmer(innen) am Cosplay-Wettbewerb. Auch die Titelverteidigerin trat wieder an:


Das Publikum war begeistert von der Kreativität und dem Enthusiasmus der Cosplayer:


Der jüngste Teilnehmer des Wettbewerbs wurde mit besonders viel Beifall bedacht. Die folgende Vorführung beeindruckte nicht nur durch das mühevoll selbst gearbeitete Kostüm, sondern auch durch die humorvolle Erklärung der dargestellten Figur:


Der Wettbewerb bot eine große, kontrastreiche Bandbreite an verschiedenen Charakteren:


Diese (deutsche) Teilnehmerin beeindruckte zusätzlich durch japanischen(!) Gesang:


Und diese Teilnehmerin überraschte die Zuschauer mit einer gekonnten schauspielerischen Darbietung, mit der sie ihren Charakter präsentierte:


Die - knappe - Siegerin des Abends überzeugte die Jury nicht nur durch die Perfektion des Kostüms und die detailgetreue Darstellung der gewählten Figur, sondern mehr noch die Choreografie der getanzten performance gab für die Expertenrunde den Ausschlag:


Der jüngste Teilnehmer und offenkundige Publikumsliebling erhielt einen Sonderpreis, während die "große" Siegerin zur wichtigsten deutschen Cosplay-Competition nach Leipzig reisen darf...


Mit dem Cosplay-Wettbewerb endete auch das Hamburger Hina Matsuri 2011...

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Samstag, 5. März 2011

Hina Matsuri/Japanisches Mädchenfest am 06. März 2011

Moin liebe Japanfreunde,
nachdem es ja in Hamburg leider KEIN "Jungsfest" mehr gibt und das Mädchenfest in den vergangenen Jahren mitunter auch schon einmal ein wenig "schwächelte", was die Attraktivität des Programms angeht, haben sich die Veranstalter in diesem Jahr mächtig in's Zeug geschmissen und ein Programm auf die Beine gestellt, das allen Japanbegeisterten gefallen dürfte.

In den vergangenen Jahren war es ja leider oft so, dass das Programm eher für Erwachsene interessant war und häufig nur wenige wirklich kindgerechte Angebote enthielt. In diesem Jahr ist das Programm erfreulich ausgewogen. Es ist für alle Altersklassen etwas dabei, vor allem aber können unsere Lütten nach Herzenslust Manga zeichnen, mit Tusche malen, lustige Figuren falten und sogar ein Papiertheater basteln.

Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr mehrheitlich beim Thema Manga mit workshops nicht nur zum Zeichnen, sondern auch Texten(!) von Manga, einer Signierstunde, einer Vorführung des Films "5 Zentimeter pro Sekunde" (wer den Film kennt, weiß, dass das ein Hammer-Film ist) und einer Diskussionsrunde darum, wie das deutsche Publikum bislang Manga aufgenommen hat.

Aber auch der Kampfsport und die beliebten japanischen Trommeln kommen nicht zu kurz. Für das leibliche Wohl ist ebenso gesorgt.

Los geht es um 13 Uhr im Hamburger Museum für Völkerkunde, in der Rothenbaumchaussee 64 (20148 Hamburg), Ende wird wohl so gegen 18 Uhr sein.

Also: Bis denne!

PROGRAMM Hina Matsuri Hamburg 2011:

13 Uhr Eröffnung im Beisein des japanischen   
Generalkonsuls Herrn Seisuke Narumiya

13–15 Uhr Manga-Zeichenworkshop mit Alexandra Völker

13-15 Uhr Manga texten. Workshop mit Keiko Hamada

13–18 Uhr Tusche-Malerei zum Mitmachen

13–18 Uhr Origami-Falten zum Mitmachen

13–18 Uhr Japanisch schreiben zum Mitmachen

13.15 Uhr Das Hina Matsuri meiner Kindheit. Kurzvortrag
 Mineko Sasaki–Stange

13.45 Uhr En Detail. Fotografische Impressionen des   
Puppenbergs von Peter Fritz

14 Uhr Neue Sammlungsstücke aus Japan. Führung mit
 Dr. Susanne Knödel, Museum für Völkerkunde

14 Uhr 5 Zentimenter pro Sekunde, Film von Shinkai
Makoto, Anime von 2007, 65 Min.

14 – 17 Uhr Die Magie des Kamishibai, japanisches Papiertheater
zum Selbstgestalten und Mitmachen mit Mavi Cubas

14 Uhr Aikido-Vorführung mit Kindern und Erwachsenen
des Budozentrums der Sportvereinigung der Polizei
Hamburg

14.30 Uhr Kendo-Vorführung mit der ehemaligen Kendo-
Europameisterin Angela Neumeister und
Mitgliedern des Ken-Dojo des SV Eidelstedt 

15 Uhr Tengu Daiko, Frauen-Trommelgruppe aus Hamburg
  
15.30 Uhr Aikido-Vorführung

15.45 Uhr Kendo-Vorführung
 
16 Uhr Das Mangasofa. Eine Diskussionsrunde zur Manga-
Rezeption in Deutschland

17 Uhr Cosplay-Wettbewerb, Preisverleihung 1. Preis: Eine
Reise zur größten deutschen Cosplay-Competition
nach Leipzig

http://www.voelkerkundemuseum.com/219-0-Japanisches-Maedchenfest.html

Herzlich willkommen bei den Hamburger Japanfreunden!



Moin, moin und kon'nichi wa!

Als Hamburger Verleger, "Japan-Verrückter" und durch verschiedene Ehrenämter bin ich Japan vielfach verbunden und vermisse seit langem einen Ort im Internet, der einmal kompakt einen Überblick über das japanische Leben in Hamburg gibt.

Nach und nach möchte ich also versuchen, hier in diesem Blog alles Wissenswerte über das deutsch-japanische Leben in Hamburg zusammen zu tragen und wer öfter mal reinschaut, wird auch Hinweise auf Veranstaltungen finden, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet!

Alle, die zu diesem Projekt etwas beitragen möchten, sind herzlich eingeladen!

Bis denne:
Euer
"Tomasu Tabbato"