Japan in Hamburg: Rückblicke

Hier gibt es Rückblicke auf besondere Veranstaltungen in und um Hamburg, an die sich Japanfreunde in der Metropolregion gerne erinnern:


Motoi Yamamoto in Hamburg

Er zählt zu den Ausnahmetalenten der aktuellen Kunst-Szene und obwohl seine Kunst reich an persönlichen, kunsthistorischen und religiösen Hintergründen sowie Verweisen ist, begeistern seine Arbeiten Jung und Alt nicht zuletzt einfach aufgrund ihrer fesselnden Sinnlichkeit und umwerfenden Schönheit.  
Von Spätsommer bis Herbst 2013 war Motoi Yamamoto mit seinen Arbeiten im Ernst-Barlach-Haus und in der Mikiko Sato-Galerie in Hamburg zu Gast. Bei dieser Gelegenheit durften die Japanfreunde Hamburg ihn beim Aufbau seiner Installation aus Salz begleiten und nach Abschluss der Ausstellung an seinem Kunst-Projekt "Return to the sea" teilnehmen, bei der das Publikum aufgefordert war, das von ihm verwendete Salz dem Meer zurück zu geben. Für alle, die dabei waren, war es DAS Kunst-Event in diesem Jahr. Hier Rückblickend einige Impressionen aus dieser Zeit:

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Literatur extrem - Japanfreunde Hamburg auf der Internationalen Gartenschau 2013


Gibt es die Disziplin "Literatur extrem" eigentlich schon?

Wenn nicht, dann wäre die Lesung der Japanfreunde am 02. August 2013 auf der Internationalen Gartenschau Hamburg ein gutes Beispiel gewesen, was man darunter verstehen könnte.

Die Hamburger jammern in der Regel zu Recht über ihr Wetter, aber an diesem Tag geschah das Unglaubliche:

Die Regenschirme wurden zu Sonnenschirmen und viele Besucher wanderten mit Sonnenschirmen bewehrt "in 80 Gärten um die Welt".

Die Japanfreunde Hamburg hatten das besondere Vergnügen im asiatischen Teil der Gartenschau eine mittägliche Lesung abhalten zu dürfen - bei echten 36 Grad. Wow - wer toppt den Rekord?


Es war nach dem japanischen Sommernachtsspaziergang im vergangenen Jahr die zweite "open air"-Lesung - und solange die Technik nicht nass wird, funktioniert das prima und macht viel Freude. Am offiziell heißesten Tag des Jahres bestand diesbezüglich aber wegen nasser Technik keine Gefahr...

Ein besonderes Dankeschön geht an die Veranstalter: Nicht nur der Ablauf der Lesung verlief perfekt, die Internationale Gartenschau war auch ein vorbildlicher Gastgeber! Domo arigato!


Hier noch einige sommerliche Impressionen von der Gartenschau:


Ein "typisch japanischer" Steingarten? Nun, die Zen-Elemente, der Minimalismus, die Verbindung von Technik und (abstrahierter) Natur, der Schulterschluß von Tradition und Gegenwart ist auch in diesem "Wald" eines japanischen Gestalters vorhanden - und lädt viele Besucher offenbar ein, den "Wald" mit eigenen Stein-Jonglagen zu verzieren...


Dem Themenkreis "Häfen rund um den Globus" wurde eine eigene "Welt" gewidmet... Kritiker freilich bemängelten, die Gartenschau erinnere zu sehr an das Innenleben von Baumärkten...

Gärten wie Besucher hielten derweil der Hitze-Welle tapfer stand...


Vielleicht auf dem Bild nicht so gut zu erkennen - der Baum wächst AUF dem Hochplateau des Felsens - vielleicht eine interessante Herausforderung für den ein oder anderen Hobbygärtner?


Ganbare Nippon 2013 in Hamburg-Wandsbek

Die beiden "Wandsbeker" Sängerinnen und Gesangslehrerinnen Naomi Inoue und Aya Takeda haben seit der Erdbeben- und Atomkatastrophe, die bei uns unter dem Stichwort "Fukushima" bekannt wurde, eine großartige Reihe von Benefizkonzerten ins Leben gerufen - die im Unterschied zu anderen Veranstaltern aber ihre Hilfe für Japan bis heute durchhalten und auch im kommenden Jahr weitermachen möchten!
In diesem Jahr ging der Erlös an die "Fukushima Kids". Die Veranstaltung war aus mehreren Gründen sehr gelungen: Die Musik war ein spannender Mix aus Latino-Hip Hop, traditionellen deutschen und japanischen Stücken, es gab zwischen den konzertanten Teilen jedoch auch wichtige und vor allem ungeschönte Informationen zum Ausmaß der Katastrophe, der aktuellen Situation vor Ort, die durch ebenfalls sehr informative wie fesselnde Fotografien veranschaulicht wurden. Informationen, an die wir in Deutschland sonst so ungeschminkt und direkt wenig bis gar nicht herankommen (und das trotz Internet!). Die Veranstaltung war gut besucht, dennoch wünschen wir von den Japanfreunden der kommenden Auflage der Veranstaltung noch viel mehr Publikum und vor allem noch viel mehr Spenden - diese Benefizaktion hätte es auf jeden Fall verdient.
Das Projekt "Fukushima Kids" ermöglicht den Kindern, die wegen der Berufe der Eltern oder aus anderen wichtigen Gründen weiterhin in der Präfektur Fukushima (natürlich außerhalb des Sperrgebietes) leben, Ausflüge und Reisen in verschiedene Präfekturen Japans in den Sommer-, Winter- und Frühlingsferien zu machen, damit diese Kinder ohne Angst vor Strahlung endlich draußen in der Natur spielen können. Näheres zum Projekt findet man unter fukushima-kids.org (nur japanisch). Die Spenden des Benefiz-Abends sind bereits bei den Kids angekommen und wer nicht dabei sein konnte, kann sich einen guten Eindruck von der Veranstaltung anhand dieses sehr gelungenen zweisprachigen Videos verschaffen:

 


Großer Andrang beim japanischen Sommernachtsspaziergang

Proppevoll war am 08. September 2012 der stimmungsvoll beleuchtete japanische Garten von Planten un Blomen, als sich eine multimediale Kunst-Aktion wie von selbst zu einem künstlerisch gestalteten japanischen Sommerfest verwandelte, mit dem der Hamburger Sommer wohl bedauerlicherweise ausklingen wollte. 


In einer letzten lauen Sommernacht genossen hunderte von Besuchern aller Altersklassen von Anfang bis Ende nicht nur die beeindruckend ausgefeilte Video-Licht- und Soundanimation der Szenografin Yukijung, die auf immer wieder überraschende Weise Japan nach Hamburg holte und dem Publikum neben viel japanischer Symbolik den Wandel der Jahreszeiten vor Augen führte - stets perfekt abgestimmt auf den Ort der Installation. Wie von Zauberhand verwandelte sich so das Teehaus immer wieder aufs Neue - schien einmal zu schweben, mal verwandelte es sich sogar in Japans heiligen Berg. 

Auch das Beiprogramm zu dieser Videoinstallation gab sich alle Mühe, zum Verweilen einzuladen. Neben leckerem vegetarischem Sushi und Getränken gab es zunächst bis zum Einbruch der Dunkelheit eine Lesung der schönsten japanischen Märchen und Samurai-Geschichten mit den Japanfreunden Hamburg zu hören - die ungewöhnlicher Weise spontan "open air" gehalten wurde aufgrund der unerwartet großen Besucherzahl. Ein wenig mehr konnten die Besucher traditionelle japanische Kultur darüber hinaus kennen lernen, indem sie sich im ebenfalls stimmungsvoll geschmückten Teehaus informierten und einfach den leckeren Tee genossen.



Noch vor dem multimedialen "Haupt-Akt" von Yukijung bekamen die Besucher einen besonderen künstlerischen Leckerbissen geboten. Julian Schäfer spielte als Einleitung zur Videoprojektion auf der Shakuhachi ein wirklich besonderes Konzert. Begleitet von Joachim Kamps auf dem Piano boten die beiden ein kongeniales Team, das "east meets west" in eine beeindruckende Dimension hob. Ausgehend von sehr traditionellen japanischen Klängen, wie sie in mittelalterlicher Zen-Musik und traditionellen japanischen Liedern zu finden sind, reizte Julian Schäfer die Grenzen seines Instruments immer wieder aus und schlug virtuos wie scheinbar ganz selbstverständlich den Bogen zu modernen Jazz-Improvisationen. Wenngleich auf vornehme Weise eher im Hintergrund begleitend, verblüffte Joachim Kamps am Piano dennoch erheblich mit einem selten zu hörenden Einfühlungsvermögen und sorgte wie auch bei seinem eigenen Duo "Hartmann und Kamps" für eine enorme emotionale Durchschlagskraft der gesamten Musik. Dass die zwei Welten, die sich hier musikalisch begegneten, sich so harmonisch vereinen, ein anderes mal aber auch genauso in sich stimmig unterscheiden und reiben können, war ein besonderes Erlebnis, das wirklich häufiger zu hören sein sollte. 


Die schönste Stadt der Welt zeigte sich mit diesem kleinen abendlichen Festival großzügig und von ihrer besten Seite, selbst die Wettergötter hatten ein Einsehen und so bleibt nur noch zu hoffen, dass der japanische Sommernachtsspaziergang im kommenden Jahr noch einmal zu genießen sein wird.

Japan-Tag beim HarbourFront Literaturfestival 2011

Bereits vor längerer Zeit hatten die Macher des HarbourFront Literaturfestivals die Idee, einen Japan-Tag im Rahmen dieses Festivals zu veranstalten, das bundesweit zu den bedeutendsten Literaturfestivals zählt, obwohl es im Jahr 2011 erst zum dritten Mal stattfand. Mit tatkräftiger Unterstützung von japanischer Seite, darunter vor allem seitens des japanischen Generalkonsulats in Hamburg, konnten die Veranstalter am 28. September 2011 einen sehr abwechslungsreichen Tag dem zahlreich erschienenen Publikum bieten, der den Bogen von der Tradition bis zur Gegenwart am Beispiel ganz unterschiedlicher Künste spannte.

Nach Grußworten von Heinz Lehmann für die Festival-Leitung und Generalkonsul Setsuo Kosaka durften dabei die Japanfreunde Hamburg den Auftakt mit einer Lesung der schönsten japanischen Märchen und Samurai-Geschichten machen. Dabei zeigten sich nicht nur erstaunliche Parallelen zwischen deutschen und japanischen Märchen, die Neu-Übersetzung der klassischen Stoffe in die heutige deutsche Gegenwartssprache machte auch deutlich, wie aktuell viele der Märchen auch heute noch sind - vor allem, wenn man sie als Charakterstudien über die menschliche Natur oder als amüsante Parabeln auf die Krisen der Gegenwart zu lesen geneigt ist.


Wer traditionelle Märchen nicht aus heutiger Sicht interpretieren mochte, erfuhr beim Zuhören quasi ganz nebenbei viel über japanische Kultur und wichtige mentalitätsgeschichtliche Einflüsse, beispielsweise ein typisches Beispiel buddhistischen Denkens anhand der Samurai-Geschichte "Das Duell des Schreckens". Ein Mitschnitt dieser Geschichte und ein paar fotografische Eindrücke vom Japan-Tag sind auf unserem Youtube-Kanal zu sehen und zu hören - wenngleich das unaufhörliche geschäftige Treiben in der Hafen-City es unserem Tontechniker nicht ganz leicht gemacht hat:
https://www.youtube.com/watch?v=Wz7pjsoUeLk

Im Anschluß daran gab die bekannte Tee-Meisterin Kazuko Chujo eine Einführung in die japanische Teezeremonie. Wie auch bei ihren beliebten Einführungen in die Teezeremonie im Teehaus von Planten un Blomen verwöhnte sie auch diesmal die Gaumen der Anwesenden nicht nur mit erstklassigem Grüntee (dessen richtige Zubereitung - das Schaumigschlagen - tatsächlich eine Wissenschaft für sich ist, damit es auch meisterhaft schmeckt), sondern auch mit einer sehr leckeren, typisch japanischen Süßigkeit.

Vor seinem Konzert in Glinde (siehe unseren gesonderten post) gab hier Shamisen-Spieler und Taiko-Trommler Yoshiyuki Kimura bereits schon einmal eine Kostprobe seines außergewöhnlichen Könnens an den Trommeln. Ein eindrucksvoller musikalischer Leckerbissen, besonders auch für alle, die sich bereits gut mit Taiko auskennen.


Der eigentliche Höhepunkt des Abends sollte jedoch noch folgen. Vorbereitet durch einen Vortrag von Dr. Andreas Regelsberger, der einen einführenden Überblick über die moderne japanische Literatur gab, las die junge Schriftstellerin Risa Wataya aus ihrem Buch "Hinter deiner Tür aus Papier", wobei die deutsche Übersetzung von Annalena Schmidt vorgetragen wurde. Wataya kann in ihrer Heimat auf beeindruckende Erfolge bei Leserschaft und(!) Kritikern zurückblicken, so erhielt sie wie die in diesem Jahr in Hamburg ausführlich geehrte Yoko Tawada ebenfalls den Akutagawa-Literatur-Preis, der auch bei uns mittlerweile sehr bekannt sein dürfte und nach wie vor als einer der drei bedeutendsten, wenn nicht gar als DER bedeutendste japanische Literatur-Preis gelten kann. Im Anschluß an die Lesung hatte das sehr zahlreich erschienene Publikum Gelegenheit, seine eigenen Fragen an die Autorin zu richten.


So ging eine sehr gelungene Veranstaltung zu Ende, die im Unterschied zu vielen anderen Veranstaltungen mit Japan-Bezug in der Hansestadt endlich einmal den Vergleich mit Veranstaltungen in den Hauptstadtmetropolen nicht zu scheuen brauchte.



"Japan - 7 Hours only!"

Eine Fotoarbeit aus der Ausstellung "Japan - 7 Hours only!"
Die Ausstellung "Japan - 7 Hours only!", die das Glinder Asienforum im dortigen Schulzentrum und Rathaus zeigte, und deren - vorläufig - letzte Station am 03. März 2011 endete, vermochte auf fröhlich-charmante Weise ihre Betrachter kurzerhand direkt nach Japan zu katapultieren. Sie berichtete über eine knapp dreiwöchige Japanreise der Glinder Schüler, die sich mit ihrer Lehrerin Dr. Yumiko Nakakita durch ein Jahr intensives Japanisch-Lernen auf die von der Takenoko-Stiftung geförderte Reise vorbereitet hatten.

Die "nur" sieben Stunden Zeitunterschied gaben der Ausstellung den Namen und die ausgestellten Fotoarbeiten offenbarten geordnet nach Themenwelten wie Wohnen, Reisen, Shoppen, Schule, Essen, Freizeit und Jugendkultur einen ganz persönlichen, unverstellten wie auch ungeschönten Einblick in den japanischen Alltag sowie die Erlebnisse der Glinder Japanfahrer, die gleichzeitig Gäste an einer japanischen High School waren. Und genau diese frische Direktheit machte auch den besonderen Reiz der Ausstellung aus - von der ausgelassenen Jugendkultur bis hin zum richtigen "Verbeugungswinkel".


Denn statt die Fotografien und typisch japanischen Mitbringsel für sich selbst sprechen zu lassen, erläuterten die Japan-Fahrer entweder ganz modisch oder traditionell japanisch gewandet in persönlichen Berichten den Besuchern ihre umfassenden und sehr aufschlußreichen Erfahrungen. Auch Kulturkonsul Yakabe vom japanischen Generalkonsulat und Annika Schulze, amtierende 26. Hamburger Kirschblütenprinzessin, begrüßten die Besucher und freuten sich mit dem Glinder Asienforum, dass dem Besuch der Glinder ein Gegenbesuch ihrer japanischen Partnerschule schon wenige Monate nach Ende der Ausstellung folgen soll. Nicht nur als Kirschblütenprinzessin, sondern auch als ausgewiesene Expertin für Architektur gab Annika Schulze im Anschluß an die Eröffnung ihre persönlichen Impressionen aus Japan an die Besucher weiter und vermochte spannende Einblicke in die hierzulande nur wenig bekannte zeitgenössische Architektur zu vermitteln.

Am Ende wurden die Besucher mit einer höchst intensiven Dosis "Japan" nach Hause entlassen, die sicherlich noch einige Zeit nachwirken wird.



"Photo meets Manga"

Flyer zu "Photo meets Manga"
Die Deutsch-Japanische Gesellschaft zu Hamburg e.V. zeigte vom 17. September bis 03. Oktober 2010 die Ausstellung "Photo meets Manga" von Eva Horstick-Schmitt in der Galerie des Hamburger Levantehauses. (Für mich ging mit der Ausstellung von "Photo meets Manga" nicht nur der lang gehegte persönliche Wunsch in Erfüllung, diese Arbeiten von New York nach Hamburg zu holen, sondern es war nach vielen, vielen Jahren wieder die erste Ausstellung, die ich organisierte und kuratierte.)

Worum geht es eigentlich bei "Photo meets Manga"? Zusammen mit der jungen Hamburger Manga-Zeichnerin Tania Schaubhut erarbeitete die in Dortmund und New York lebende Fotografin Eva Horstick-Schmitt das Kunst-Projekt "Photo meets Manga", in dem sich Manga und Fotografie vereinigen. Die Ausstellung mit Rahmenprogramm präsentierte nach der Schau der Arbeiten von Eva Horstick-Schmitt in New York erstmals in Hamburg diese fesselnden Bilder voller Emotion, die Realität und Phantasie verschmelzen lassen. 

In diesen ungewöhnlichen Werken treffen dabei nicht nur Fotografie und Zeichnung aufeinander, sondern sie sind auch Ausdruck einer Begegnung zweier Generationen, von Kunst und Popularkultur, von japanisch-inspirierten und europäischen künstlerischen Stilen. Indem die Bilder gleichzeitig von den Sehnsüchten und Hoffnungen unserer Gegenwart erzählen, schildern sie ebenso ein faszinierendes Porträt unserer Zeit.

Arbeit aus der Serie "Photo meets Manga" von Eva Horstick-Schmitt


Das Motto des Wettbewerbs hieß: Stell‘ Dir vor alles wäre möglich und Du könntest alles sein, was Du willst! Die Teilnehmer waren aufgerufen ihr Lieblings-Ich (oder auch ihr Alptraum-Ich) als Manga-Charakter zu zeichnen. Zu gewinnen gab es tolle Überraschungspakete von Carlsen Manga und Tokyopop.

Die Kürung der Sieger erfolgte durch Annika Schulze, der seinerzeit amtierenden 26. Hamburger Kirschblütenprinzessin und fand ebenfalls statt im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung am 17. September 2010. Die Jury bestand aus verschiedenen Manga- und Japan-Experten der Verlage Carlsen Manga, Tokyopop, Artislife Press Hamburg, einem Vertreter der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hamburg, Sophie Blady, Kunsthistorikerin und Autorin des Bandes „Photo meets Manga“, der Künstlerin Eva Horstick-Schmitt sowie Experten aus den Reihen der Chisaii-Con.

Kirschblütenprinzessin Annika Schulze kürte die Sieger des Manga-Zeichenwettbewerbs
"And the winner is..."
So wie die Arbeiten der Serie „Photo meets Manga“ beabsichtigte auch die Ausstellung ganz verschiedene Brücken zu bauen - zwischen Deutschland und Japan, verschiedenen Kunstgattungen und Medien, unterschiedlichen Stilen, aber auch zwischen interessanten Menschen. Dies fand auch in einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm seinen Niederschlag.

Neugierige Ausstellungs-Besucher noch kurz vor dem "offiziellen" Beginn
Höhepunkt war hier sicherlich der von der Chisaii-Con am Eröffnungsabend veranstaltete Cosplay-Wettbewerb. Am Eröffnungsabend wurde auch der Begleitband zur Ausstellung sowie die Edition zur Ausstellung vorgestellt und die Besucher hatten Gelegenheit, quasi wie auf einem "kleinen Japantag" sich über die Aktivitäten der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, der Chisaii-Con, des japanischen Generalkonsulats, des japanischen Filmfestes Hamburg (Nihonmedia e.V.), des Hamburger Bonsai-Dojos und auch der Sponsoren, wie etwa dem Angebot des Japan-Shops Berlin, einen Überblick zu verschaffen.

Nach der Eröffnung durch Kulturkonsul Yakabe durften sich die Gewinner des Cosplay-Wettbewerbs über die von den Verlagen Carlsen und Tokyopop gestifteten Preise freuen, die sie aus den Händen der Kirschblütenprinzessin erhielten. Danach gab die Düsseldorfer Kunsthistorikerin Sophie Blady in der Ausstellung eine Einführung in die Arbeiten, so dass auch Besucher ohne kunstgeschichtliche Vorkenntnisse wichtige Hintergrund-Informationen zu den Bildern erhielten. Die beiden Künstlerinnen Tania Schaubhut und Eva Horstick-Schmitt standen darüber hinaus allen Neugierigen für Rückfragen zur Verfügung. Kostenloses Sushi und Sashimi sowie Getränke für alle Besucher rundeten den Abend ab.

Glückliche Sieger auch beim Cosplay-Wettbewerb

Im Verlauf der Ausstellung bot das Rahmenprogramm dann noch einen Iaido-workshop des AMTV-Hamburg mit der früheren Europameisterin Angela von der Geest an, einen Bildervortrag über das märchenhaft schöne bis schrille Japan unter dem Titel „Best of Japan No.33“ von Reinhard Radtke, einen Vortrag über die Zucht und Pflege von Bonsai,  mit Andreas Heidorn (vom Hamburger Bonsai-Dojo), einen Anime-Filmabend, mit den zwei Meisterwerken "5 Centimeters per Second" und "Voices of a Distant Star" (bei dem auch beide Filme auf DVD verlost wurden) sowie eine Lesung mit den "Schönsten japanischen Märchen und Samurai-Geschichten". Für - fast - jeden Geschmack war also etwas dabei.

Wer mehr über "Photo meets Manga" wissen möchte, findet weitere Informationen unter www.photomeetsmanga.de.