Japan in Hamburg: Dieser Blog gibt nach und nach einen kompakten Überblick über das japanische Leben in Hamburg. Alles Wissenswerte, Sehenswerte und aktuelle Veranstaltungs-Hinweise zum Thema Japan in und um Hamburg.
Dienstag, 15. September 2015
Ryuichi Ohira in der Galerie Vera Munro
Am 22. September eröffnet in der Galerie Vera Munro die neue Ausstellung mit Arbeiten von Ryuichi Ohira.
Weitere Informationen gibt es hier: http://www.veramunro.com
Dienstag, 8. September 2015
Ausstellung mit Hirofumi Fujiwara
Hirofumi Fujiwara wurde 1984 in Hiroshima geboren und ist Schüler von Stephan Balkenhol. Er gilt als vielversprechendes neues Talent, seine Arbeiten wurden bereits mehrfach international gezeigt und sind in diversen Sammlungen vertreten. Die Galerie Evelyn Drewes gibt allen interessierten Hamburgern nun Gelegenheit, in die Welt dieses Künstlers einzutauchen. Und das meint die Galerie:
"Beim Beobachten dieser facettenreichen Persönlichkeiten geht es ihm weniger um das konkrete Einprägen und die akkurate Reproduktion optischer Merkmale. Der Künstler ist vielmehr auf der Suche nach unterschiedlichen Typen, Charakteren und Persönlichkeitsmerkmalen, die jeden Menschen individuell auszeichnen und welche wiederum aus verschiedenen Perspektiven vielfältig rezipiert und wahrgenommen werden. Jede der naturalistischen Skulpturen aus Ton und Kunststoff stellt eine individuelle Persönlichkeit dar, unterscheidet sich in kleinen Details von den Anderen und ist demnach in zweifacher Hinsicht ein Unikat.
Genau wie beim Menschen selbst sollen auch die Figuren in einem gewissen Maß unergründlich bleiben. Das Vielschichtige und Geheimnisvolle einer jeden Persönlichkeit ist es, was Hirofumi Fujiwara beim Arbeiten mit der Figur Mensch fasziniert. Jeder Betrachter wird in den Skulpturen eine andere Gestalt erkennen, Geschichten konstruieren und Deutungen vornehmen. Dabei thematisiert der Künstler das Mit- und Gegeneinander von inneren und äußeren Qualitäten des Menschen. Auch wenn das Innere einer starren, leblosen Figur unergründlich scheint, ist es umso spannender das Äußere der Skulptur zu einer Geschichte zu entwickeln und das vollkommen unabhängig und losgelöst von den Gedanken des Künstlers."
Die Eröffnung findet am Freitag, den 11. September ab 18 Uhr statt. Die Arbeiten sind danach noch bis zum 14. Oktober zu sehen.
Evelyn Drewes | Galerie
Adresse:
Burchardstr. 14 (gegenüber Chilehaus)
20095
Hamburg
Telefon:
0151-11536222Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18h und nach Vereinbarung
www.evelyndrewes.de
Sonntag, 6. September 2015
Dokumentarfilm Ottensen-Mukojima-Hirano
Gerne möchten wir euch auf folgende Film-Vorführung hinweisen:
Sonntag 13.9. 2015
Morgenmatinee um 11 Uhr
OTTENSEN-MUKOJIMA-HIRANO
im Rahmen des Japanisch-Deutschen Stadtteildialogs
Dokumentarfilm 80 Min. von Brigitte Krause, Neubearbeitung 2015
im Lichtmess – Kino
Gausstr. 25, (fußläufig Altonaer Bahnhof)
Stadtplaner und Künstler aus Ottensen setzen sich seit vielen Jahren mit zwei japanischen Stadtteilen (Mukojima/Tokio, Hirano/Osaka) auseinander. Der Film präsentiert eine spannende Einsicht in das Anders-sein und die Gemeinsamkeiten unserer Kulturen.
Weitere Informationen: http://brigittekrause.agdok.de
Freitag, 4. September 2015
Ausstellung von Nobuyuki Osaki
Am Freitag, den 11. September eröffnet die Ausstellung „Hamburg on Hamburg" mit neuen Bildern von Nobuyuki Osaki. Wie in seinen früheren Werkgruppen spielt auch hier das Moment der Erinnerung die entscheidenden Rolle. Diesmal aber steht nicht der Mensch und sein Porträt im Vordergrund. Diesmal dominiert die Stadt als durchgehendes Thema, als Ort und Gedächtnis, dessen Erinnerungen ebenso wie die menschlichen die Vergangenheit zunehmend zur Fiktion verklären.
Seit dem Tsunami 2011 in Japan und seinen verheerenden Folgen denkt Osaki verstärkt über dieses unausweichliche Moment des Verschwindens der Zeit, über die, wie er sie nennt „Realität der Ungewissheit“ nach. Mit der Ausstellung „Hamburg on Hamburg" bezieht sich Osaki ganz explizit auf eine einzige Stadt. Mehrfach besuchte der Künstler zwischen 2011 und 2014 die Hansestadt, in der er alltägliche Orte, mit Graffiti beschriebene Wände und Mauern erkundete. Aufnahmen von ihnen bilden jetzt die Grundlage seiner aktuellen Installationen und Bilder, in der die Stadt und seine in ihr eingeschriebenen Erinnerungen regelrecht zerfliessen.
Weitere Informationen: www.mikikosatogallery.com
Samstag, 29. August 2015
Vortrag über Atombombenabwürfe auf Japan
Sehr gerne möchten wir euch auf folgende Veranstaltung des Deutsch-Japanischen Forums Elbe hinweisen. Aufgrund begrenzter Kapazität bei Interesse bitte bis 30.08. per e-mail anmelden:
Atombombenabwürfe auf Japan – Warum? Zum 70. Gedenkjahr
Vortrag mit Dr. Kenji Kamino, Hannover
mit anschliessender Diskussion, Pflaumenwein und Tee
Freitag, 4. 9. 2015, ab 18.00 Uhr
im Clubraum DJFE e. V, Baumweg 15, hinteres Haus, 22589 Hamburg, 1. Stock
Eintritt frei, Spenden werden gern angenommen
Im Juli 1945 entwickelten die USA die Atombomben, die drei Wochen später auf Japan abgeworfen wurden und verheerende Schäden verursachten. Der 34. US-Präsident Eisenhower kommentierte 1963 den Einsatz der beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki: „Es war nicht nötig, dieses furchtbare Ding auf sie abzuwerfen.“ Der im Pazifikraum verantwortliche Mann, General Douglas MacArthur, sagte nach dem Krieg wiederholt, dass die Atombombe nicht erforderlich gewesen sei. Heute sind auch zahlreiche US-Historiker der gleichen Meinung. Wenn es so ist, warum setzten die USA die nukleare Waffe für den Pazifikkrieg ein?
Die US-Regierung gibt vier Beweisgründe dafür an: 1. Beschleunigung der Kapitulation von Japan, 2. Bestrafung der japanischen Ablehnung der Potsdamer Erklärung, 3. Zerstörung der berühmten Militärhafenstädte und 4. Vergeltung der langjährigen Verbrechen Japans in Asien. Was sagt das amerikanische Volk dazu? Wie wird die Angelegenheit in der Schule gelehrt? Im Vortrag wird die Glaubwürdigkeit der vier angegebenen Beweisgründe geprüft. Darüber hinaus werden die drei wissenschaftlich plausiblen Gründe dafür sowie eine mögliche Rolle des antiasiatischen Rassismus diskutiert.
Die Atombombenabwürfe waren dem Sinne nach deutliche Kriegsverbrechen, da sie Zivilisten wahllos töteten. Aber das japanische Volk hegt keinen Groll gegen die USA. Das, was die Japaner machen, ist lediglich, sich selbst die Schuld aufzudrängen, Kraniche zu falten und um Frieden zu beten. Warum ist es so? Ist es wirklich so richtig? Die Japaner müssen sich darüber im Klaren sein, dass die Art, wie sie mit den Schicksalen von Hiroshima und Nagasaki umgehen, entscheidend für die Zukunft sein mag.
Atombombenabwürfe auf Japan – Warum? Zum 70. Gedenkjahr
Vortrag mit Dr. Kenji Kamino, Hannover
mit anschliessender Diskussion, Pflaumenwein und Tee
Freitag, 4. 9. 2015, ab 18.00 Uhr
im Clubraum DJFE e. V, Baumweg 15, hinteres Haus, 22589 Hamburg, 1. Stock
Eintritt frei, Spenden werden gern angenommen
Im Juli 1945 entwickelten die USA die Atombomben, die drei Wochen später auf Japan abgeworfen wurden und verheerende Schäden verursachten. Der 34. US-Präsident Eisenhower kommentierte 1963 den Einsatz der beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki: „Es war nicht nötig, dieses furchtbare Ding auf sie abzuwerfen.“ Der im Pazifikraum verantwortliche Mann, General Douglas MacArthur, sagte nach dem Krieg wiederholt, dass die Atombombe nicht erforderlich gewesen sei. Heute sind auch zahlreiche US-Historiker der gleichen Meinung. Wenn es so ist, warum setzten die USA die nukleare Waffe für den Pazifikkrieg ein?
Die US-Regierung gibt vier Beweisgründe dafür an: 1. Beschleunigung der Kapitulation von Japan, 2. Bestrafung der japanischen Ablehnung der Potsdamer Erklärung, 3. Zerstörung der berühmten Militärhafenstädte und 4. Vergeltung der langjährigen Verbrechen Japans in Asien. Was sagt das amerikanische Volk dazu? Wie wird die Angelegenheit in der Schule gelehrt? Im Vortrag wird die Glaubwürdigkeit der vier angegebenen Beweisgründe geprüft. Darüber hinaus werden die drei wissenschaftlich plausiblen Gründe dafür sowie eine mögliche Rolle des antiasiatischen Rassismus diskutiert.
Die Atombombenabwürfe waren dem Sinne nach deutliche Kriegsverbrechen, da sie Zivilisten wahllos töteten. Aber das japanische Volk hegt keinen Groll gegen die USA. Das, was die Japaner machen, ist lediglich, sich selbst die Schuld aufzudrängen, Kraniche zu falten und um Frieden zu beten. Warum ist es so? Ist es wirklich so richtig? Die Japaner müssen sich darüber im Klaren sein, dass die Art, wie sie mit den Schicksalen von Hiroshima und Nagasaki umgehen, entscheidend für die Zukunft sein mag.
Freitag, 21. August 2015
Hamburgs spannendstes Kunst-Event vom 28.-30. August
Unter Beteiligung eines unserer Mitglieder findet vom Freitag, den 28. bis zum Sonntag, den 30. August eines der spannendsten und beglückendsten Hamburger Kunst-Events statt.
Unter dem Motto "Tatort" findet zum 20. Mal in privaten Wohnungen, Balkonen, Kellern, Gärten und überall verteilt in der Kottwitzstraße (Hoheluft) eine Ausstellung der Sonderklasse statt.
Zu sehen und zu hören gibt es Performance, Konzerte, Krimi-Lesungen, Fotografien, Skulpturen, Objekte, Videos und und und...
Nebenbei lässt sich auch prima bei Gaumenfreuden chillen und die Jüngsten können selbst künstlerisch aktiv werden.
Zuschauer sollten nicht versäumen, sich ein Fahndungsfoto machen zu lassen und die Beruhigungstropfen nicht vergessen, wenn die Geschichte des berüchtigten Hamburger Massenmörders Fritz Honka zur Aufführung kommt.
Also, lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen!
Mehr Informationen gibt es hier: http://www.kottwitzkeller.de/
Donnerstag, 20. August 2015
"Cloudscapes" von Tetsuo Kondo im ZKM Karlsruhe
Diese Ausstellung des japanischen Architekten Tetsuo Kondo ist der Hammer! Die Fahrt nach Karlsruhe lohnt sich in jedem Fall, das muss jeder echte Freund zeitgenössischer japanischer Kunst erlebt haben.
Hier die Informationen des Veranstalters, des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe:
"Eine Wolke im ZKM! In den Lichthöfen 8 + 9 des ZKM wird für die BesucherInnen eine reale Wolke erfahrbar gemacht, die nicht nur statisch im Raum schwebt, sondern sich durch die Lichthöfe bewegt. Die BesucherInnen haben die Möglichkeit, über einen Steg durch die verschiedenen Luftschichten der Wolke zu wandern und diese so aus unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen.
Das ZKM hat die Stuttgarter Energietechnik GmbH Transsolar eingeladen, gemeinsam mit dem japanischen Architekten Tetsuo Kondo die klimatischen Bedingungen für eine Wolkenbildung im Museum als Sinnbild für die Exo-Evolution und die digitale Werkzeugkultur von der Natur zu adoptieren. Nachdem Wolken bisher in der traditionellen Kunst nur dargestellt wurden, können sie in der aktuellen Kunst hergestellt werden. Nachdem sich Wolken in der Vergangenheit ähnlich wie die Sonne außerhalb der menschlichen und irdischen Sphäre befanden, gelingt es Menschen nun erstmals, Wolken in irdische Behausungen einzusperren. […]
Eine von Menschenhand gemachte Wolke ist Teil der Entwicklung der modernen Kunst, die alles, was bisher Repräsentation war, durch Realität ersetzt: Gebirgsgemälde mit Wasserfällen durch reale Wasserfälle, Landschaften durch Land Art, Stillleben durch Objektkunst, Porträts durch Body Art, schließlich wird sogar der reale Zuschauer zum Teil des Kunstwerks. Die Substitution von gemalten Wolken durch reale Wolken im Museum, nach den Gesetzen der Natur von Menschen technisch hergestellt, bedeutet aber vor allem, dass der Mensch die Natur erzeugen, steuern und kontrollieren kann. Die Konturen der Exo-Evolution werden sichtbar. Damit ist unübersehbar geworden, dass sich die Beziehung des Menschen zur Natur in den vergangenen 200 Jahren radikal verändert hat. Bis 1800 hat sich der Mensch an die natürliche Umwelt, die äußere Umgebung, angepasst. Heute schaffen wir eine menschliche Umwelt, eine technische Zivilisation, in die wir die Natur, die natürliche Welt, einpassen und einbetten. Wir sind nicht mehr von Natur umgeben, wir umgeben die Natur. Der Mensch wird zur dominanten Macht der Erde. Damit wird das Zeitalter des Anthropozäns eingeleitet."
Die Aussage der Veranstalter, "dass der Mensch die Natur erzeugen, steuern und kontrollieren kann" mag in den Ohren von allen, die Angehörige bei einer Naturkatastrophe verloren haben, wie Hohn klingen - die Ausstellung ist dennoch mehr als ein außergewöhnliches Erlebnis. Also lasst es euch durch das Pathos der Kuratoren nicht madig machen: Please enjoy!
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