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Mittwoch, 13. März 2013

20. Hamburger Hina Matsuri 2013

Das diesjährige Hina Matsuri (Mädchenfest) im Hamburger Völkerkundemuseum war gleich in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes. Zum einen gab es ein rundes Jubiläum zu feiern, zum anderen viele gelungene Änderungen und Programm-Erweiterungen. Vor ein paar Jahren noch, als es kurz nach dem Mädchenfest noch ein Jungsfest gab (heute leider nicht mehr), drohte das Mädchenfest einzustauben, wenn nicht gar das Ende, denn es gab mehr Besucher im Seniorenalter als Kinder und Jugendliche und das Programm war wenig umfassend und nicht besonders auf junge Besucher abgestellt. Vor drei Jahren änderte sich dies schlagartig, als die Veranstalter es schafften, die Veranstaltung für Fans von Anime, Manga und Cosplay zu öffnen und die Cosplayer das Mädchenfest auch tatsächlich annahmen. Heute dürfte das Mädchenfest mit in diesem Jahr ca. 1600 Besuchern wahrscheinlich die am besten besuchte Veranstaltung des Völkerkundemuseums sein.

Besonders gelungen war dabei die Mischung aus eher traditionellen Elementen und modernen Programmteilen. Denn obwohl die Mehrzahl der Besucher wohl wegen den Programmpunkten rund ums Cosplay kamen, waren die übrigen Angebote mehr als kurzweilig. Nicht nur glotzen, sondern selber mitmachen machte den Besuchern viel Spaß.

Und wer trotzdem nur zuschauen wollte, für den waren ein paar Höhepunkte geboten, die es sonst nicht zu sehen gibt, unter anderem das deutsche Frauen(!)-National-Team im Sumo-Ringen, die 2012 Europameisterinnen wurden. Im Folgenden ein paar Impressionen - es spricht für den Umfang des Programms, dass man unmöglich alles sehen, geschweige denn Mitmachen konnte:

 Der Puppenberg, ein besonders wertvolles Geschenk der Freunde Hamburgs in Japan, wird wie in japanischen Familien zum Festtag aufgestellt. Kaiserpaar und Hofstaat bieten viele liebevolle Details zum Bewundern und wurden auch von einer Fachfrau erklärt. Wer mehr aus dem traditionellen Japan erfahren wollte, hatte auch bei der Erzählung japanischer Märchen dazu die Gelegenheit.



Die workshops sorgten nicht nur für Kurzweil und Unterhaltung, sondern waren auch eine prima Gelegenheit, mit den japanischen KursleiterInnen ins Gespräch zu kommen.



Wer wollte, konnte sich in japanischer Kalligraphie üben.


Beim Origami galt es seine Fingerfertigkeit unter Beweis zu stellen...


und mit etwas Geschick




konnten die Teilnehmer ein kleines Kunstwerk mit nach Hause nehmen.


Auch bei den traditionen japanischen Spielen ging es um Geschicklichkeit...


und Tempo!


Es war prima, dass fast alle workshops zentral im gleichen Saal untergebracht waren, bis auf das Papiertheater zum Mitbasteln, das im Gewölbesaal phasenweise leider etwas vereinsamte. Taiko durfte natürlich nicht fehlen - diesmal gab es aber Taiko nicht nur "pur",


 sondern auch mit tänzerischer Begleitung, was die Vorführung noch interessanter machte.


Im Anschluß konnten nicht nur Fragen gestellt, sondern freundlicherweise auch mal eine Trommel ausprobiert werden:


Für die Händler mit traditionellem japanischen Kunsthandwerk oder Manga waren die Taiko-Konzerte aufgrund der exorbitanten Lautstärke wirklich eine harte Prüfung - sie ertrugen es aber offensichtlich mit Humor:


Und dein Name sieht auf Japanisch so aus:


Der Höhepunkt für die meisten Teilnehmer war wohl der Cosplay-Wettbewerb. 
Und so sehen Sieger aus:


Wer nicht verkleidet gekommen war, aber Lust bekommen hatte, konnte eine Yukata samt (schwieriger) "Schleife" bzw. Obi anprobieren:


Daneben konnten die Teilnehmer einen Sprachkurs speziell für Cosplayer besuchen oder bei einem Manga-Zeichenkurs mitmachen. Das Konsulat warb fleißig und freundlich für Japan als Reiseland und der japanische Imbiss war wirklich lecker!

Ein besonderes Extra zum Jubiläum:
Die berliner Tanzgruppe "Para Para Connection" führte ihr Stück "Miku in Musicland" auf, das allerdings nicht so fesselnd gelang wie auf der letztjährigen Connichi, vor allem der Anfang war etwas langatmig, aber die Gruppe konnte insgesamt dann doch noch mit einer gelungenen und später auch abwechslungsreichen Aufführung überzeugen. Ein faszinierendes Beispiel für japanisch-europäischen Kulturaustausch, wenn man bedenkt, dass in Japan der Tanzstil Para Para in den 1980er Jahren aus italienischer Disco-Musik entwickelt wurde!


Nach dem Cosplay-Wettbewerb gab es noch ein für Hamburger Verhältnisse leider eher seltenes Highlight zu erleben: 
Eine echte japanische Visual Kei-Band! 

Amaranyx gaben eines von zwei Deutschland-Konzerten auf ihrer Europa-Tournee und nach den Bandmitgliedern drehten sich die Köpfe nicht nur einmal, sondern viermal um. Auch wenn der sound am Anfang Probleme bereitete, wurde es ein klasse Konzert.


 Nach diesem wirklich gelungenen Fest in Zeiten, in denen die Anzahl der Veranstaltungen mit Japan-Bezug in konstantem Rückgang begriffen ist, bleibt zu hoffen, dass uns Hamburgern und Japanfans aus der Metropolregion dieses Highlight auch in Zukunft erhalten bleibt.

DANKE an die Veranstalter und bis zum nächsten Jahr!

 Und übrigens: Unser Foto-Wettbewerb zum Hina-Matsuri läuft noch bis zum 15. März!
Danach könnt  ihr vom 16. bis 29. März für euer Lieblingsfoto stimmen - alle Infos weiter unten auf dieser Seite...



Sonntag, 17. Februar 2013

Vorschau auf das 20. Hamburger Hina Matsuri


Am Sonntag dem 03. März ist es von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr wieder so weit - diesmal feiert das Hamburger Mädchenfest sein 20. Jubiläum.

Da es leider seit ein paar Jahren kein Jungsfest mehr gibt und allgemein die Zahl von Veranstaltungen mit Japan-Bezug in Hamburg stark rückläufig ist, sollten alle, die sich für Japan in und um Hamburg interessieren, dieses Hina Matsuri auf keinen Fall verpassen!

Das Programm ist noch vorläufig, es kann also noch Änderungen geben, aber die Veranstalter haben sich viel Mühe gegeben, dass für möglichst viele Geschmäcker etwas dabei ist.

Und so sieht die Planung aus:

11.45 – 13.45 Uhr
Werde Mangaka! Manga Workshop mit ASU ROCKS


12 – 18 Uhr
Origami zum Mitmachen für Kinder und Erwachsene

12 – 18 Uhr
Shodō – Japanische Kalligraphie zum Mitmachen

12 – 18 Uhr
Dein Name auf Japanisch! Lasse Deinen Namen auf Japanisch schreiben.

12 – 18 Uhr
Kamishibai – Japanisches Papiertheater zum Selbstgestalten und Mitmachen (ab 6 Jahren)

12 – 18 Uhr
Fotostation: Lasse dich in deinem Cosplay-Kostüm von einem Profi-Fotografen fotografieren


12 – 18 Uhr
Probiere eine Yukata an und lasse dich fotografieren!

12 – 18 Uhr
Lerne japanische Spiele kennen! Die Lehrerinnen und Lehrer der japanischen Schule zeigen uns traditionelle Spiele zum Mitmachen.

12 – 18 Uhr
Spielstation: Nintendo – Wii U | Wii


12.00 Uhr
Eröffnung im Beisein des japanischen Generalkonsuls und der Kirschblütenprinzessin 2012


12.10 Uhr
Taiko Pur - Japanisches Trommeln mit der Gruppe Yo Bachi Daiko


12.30 Uhr
Sumo – Vorstellung des deutschen Frauenteams Deutschland – Gewinnerinnen der EM 2012 in Budapest (angefragt)


13.00 – 13.30 Uhr
Erläuterungen zum japanischen Puppenberg mit der Ethnologin Isabel Lenuck


13.20 Uhr
Taiko & Tanz: Die Choreografin Kathi Lausberg-Pielhau hat die Yo Bachi Daiko Komposition “Hanryo” tänzerisch umgesetzt. 14 Mädchen werden das Stück mit Livebegleitung tanzen.


13.30 Uhr
Japanische Märchen mit der Erzählerin Alexandra Kampmeier


14 -15 Uhr
Japanischer Sprachkurs für Cosplayers


13.30 Uhr
Anime Kino


14.10 Uhr
Sumo – Vorstellung der deutschen Frauenteam Deutschland – Gewinnerinnen der EM 2012 in Budapest (angefragt)


14.45 Uhr
Japanische Märchen mit der Erzählerin Alexandra Kampmeier


15.00 – 15.30 Uhr
Erläuterungen zum japanischen Puppenberg mit der Ethnologin Isabel Lenuck


15.30 Uhr
Taiko Yo Bachi Daiko & Tanz


15.00 – 17 Uhr
Werde Mangaka! Manga Workshop mit ASU ROCKS


15.45 Uhr
Para Para Connection! J – Pop Performance der Berliner Gruppe Para Para Connection


16.00 Uhr
Japanische Märchen mit der Erzählerin Alexandra Kampmeier


16 Uhr
Cosplay Wettbewerb


17.30 Uhr
Konzert mit der J-Rock Band AMARANYX


Sonntag, 10. Februar 2013

Manga-Event in Altona

Unter dem Namen "HOEB4U" haben die Hamburger Bücherhallen in Altona speziell eine Bibliothek für Jugendliche und junge Erwachsene eingerichtet, die unterstützt von allen vier deutschen Manga-Verlagen im Februar eine "Manga-Mania" veranstaltet.

Was passiert? 






Am 16.02.2013 ab 17:00 Uhr findet ein Schnupperkurs in Japanisch statt.
Wer schon immer einmal Manga auf Japanisch lesen und zudem einen Einblick in die japanische Sprache, Schrift und Kultur erhalten wollte, erfährt in diesem zweistündigen workshop, worauf er sich beim Japanischlernen einlässt.

Der Kurs ist kostenlos, die Plätze sind auf 15 Teilnehmer begrenzt, also schnell per e-mail anmelden unter hoeb4u@buecherhallen.de oder vor Ort.







Wer mehr über die Welt der Manga erfahren möchte, kann sich die Wanderausstellung anschauen, die vom 15.02.2013 bis zum 15.03.2013 in der HOEB4U und später in anderen Bücherhallen zu finden sein wird. Geboten werden Informationen über die Entstehung der Manga, das Manga-Museum in Kyoto und vieles mehr.












Vom 11.02. bis zum 22.02.2013 wird außerdem ein Cosplay-Gewinnspiel angeboten.

Hier die offizielle Ausschreibung:

"Cosplay ist dein Leben und du hast Lust tolle Preise zu gewinnen? Dann schicke uns ein Foto von dir in deinem Kostüm. Die Abstimmung wird auf Facebook stattfinden. Bitte beachte, dass du uns mit deiner Teilnahme automatisch die Erlaubnis erteilst, dein Foto auf unserer Facebook-Seite zu veröffentlichen. Das Foto kannst du uns per Mail unter Angabe deines Vornamens und des dargestellten Charakters an hoeb4u@buecherhallen.de schicken oder in die Box in der Jugendbibliothek Hoeb4U einwerfen. Einsendeschluss ist der 11.02.2013. Viel Spaß!"

Veranstaltungsort

Jugendbibliothek Hoeb4U
Friedensallee 9
22765 Hamburg


Homepage: http://www.buecherhallen.de/ca/dm/fbw/

Dienstag, 6. März 2012

Hina Matsuri und Kampfkunst-Forum


Das deutsch-japanische Leben in Hamburg schlägt manchmal merkwürdige Kapriolen. Sind andere Kultur-Partnerschaften, zum Beispiel die deutsch-italienische, es gewohnt, dass mit schöner Regelmäßigkeit rund ums Jahr mindestens zwei bis drei wöchentliche Veranstaltungen den Interessierten geboten werden, gab es über einen Zeitraum von zweieinhalb Monaten so gut wie nichts aus dem deutsch-japanischen Leben zu berichten - abgesehen von einem spannenden Vortrag, der aber zu einer Uhrzeit stattfand, der es Berufstätigen unmöglich machte, daran teilzunehmen (immerhin: restlos besetzt war die Veranstaltung trotzdem). Nach dieser langen Ruhepause gab es am 04. März nun aber gleich zwei spannende Veranstaltungen, die sich alle Japaninteressierten nicht entgehen lassen durften.

Eröffnungszeremonie und "Puppenberg"
Neunzehn Jahre alt und nunmehr erwachsen, präsentierte sich das Hamburger Hina Matsuri (Mädchenfest) mit einer sehr erfreulichen Entwicklung. Vor ein paar Jahren noch etwas verschlafen, haben die Cosplayer, Manga- und Anime-Fans frischen Wind in die Veranstaltung gebracht und die Verantwortlichen haben das ihrige dazu beigetragen, das Fest möglichst abwechlsungsreich zu gestalten. So hätten wir uns das auch schon in früheren Jahren gewünscht!

Kalligraphie-Kurs und Märchenstunde
Das Fest begeisterte die Besucher mit einem Programm, in dem sich fast alle Interessen wiedergefunden haben dürften. Einerseits wurde das traditionelle Japan in zeitgemäßem Gewand präsentiert: Wirklich spannende, action-geladene Kampfkunst-Vorführungen der Ninjutsu-Akademie Hamburg wechselten sich ab mit Angeboten, bei denen die Besucher selbst aktiv werden konnten wie beispielsweise beim Furoshiki (wunderschöne Tücher werden zum Beispiel um ein Geschenk kunstvoll gefaltet), beim Origami (das dank supernetter Lehrerinnen sogar die Kleinsten prima hinbekamen), einem Schnupperkurs in Kalligraphie oder einer Kamishibai-Werkstatt, in der für ein Papiertheater gebastelt wurde. Wer bei den Vorträgen über die Hintergründe des Mädchenfestes und japanische Kimonos Lust bekommen hatte, konnte sich immerhin schon einmal darin üben, einen Yukata anzulegen - sozusagen „Kimono-light“ und manchmal durchaus auch knifflig!


Kämpfen und Spenden für Japan
Auf gelungene Weise hielt auch eine Märchenerzählerin diese Tradition lebendig und zeigte, dass hinter vielen Märchen, die einen zuerst zum Schmunzeln oder Lachen bringen, doch oft ein Kern steckt, über den es sich einmal länger nachzudenken lohnt. Und natürlich dürfen in einem Gebäude, das so gut hallt, die Taiko-Trommler nicht fehlen. Wen das Reise-Fieber gepackt haben sollte, der erhielt am Stand des japanischen Generalkonsulats umfassendes Material für einen Japan-Besuch.

Lesefutter und leckere japanische Süssigkeiten
In gelungenem Kontrast dazu stand das moderne Japan: Mit dem Film „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“ wurde ein Anime gezeigt, das auf mitreißende Weise große Gefühle und herausragende Ästhetik verband. Und wer sich an Computerspielen austoben wollte, hatte auch dazu Gelegenheit, wenngleich viele andere Programmpunkte lockten, die sich nicht nach Hause holen lassen und sich nur vor Ort erleben ließen, allen voran der Cosplay-Wettbewerb, der für viele Besucher/innen wohl die Hauptattraktion des Tages gewesen sein dürfte, konnten die Gewinner doch eine Reise zum größten deutschen Cosplay-Wettbewerb nach Leipzig ergattern.

Origami und Kamishibai
Erfreulicherweise stand auch ein J-Pop-Konzert auf dem Programm und eine Aufführung eines Jungs-Cheerleaderteams aus Tokio gab Gelegenheit zur interkulturellen Begegnung und vielleicht auch dem Anknüpfen neuer Freundschaftsbande. Heiß begehrt und bewährt waren auch in diesem Jahr wieder die Plätze für den Manga-workshop, die allerdings im voraus über das Internet vergeben wurden.


Cosplayer stellen sich ihren Fans
Beachtlich, dass selbst Besuchern, die bereits zur Eröffnung um 11 Uhr gekommen waren, es zu keiner Zeit langweilig geworden sein dürfte, so einladend und abwechslungsreich war das Programm. Schade lediglich, dass es keinen vernünftigen Platz gab, an dem die Besucher die leckeren angeboten Speisen hätten verzehren können, obwohl es genügend Raum gegeben hätte, hier eine gute Lösung zu finden. Aber vielleicht im kommenden Jahr...

4. Reinbeker Kampfkunstforum
Das 4. Reinbeker Kampfkunstforum bot mit den Schwerpunkten Aikido, Iaido, Judo, Ju-Jutsu, Karate, Kung Fu und Tai Chi ebenfalls viele faszinierende Höhepunkte für Kampfkunst-Fans. Zunächst erklärten Kurz-Präsentationen die Eigenheiten der jeweiligen Disziplin und die Besucher hatten im Anschluss daran unmittelbar Gelegenheit, die vorgestellten Kampfkünste im Rahmen eines kostenlosen Probetraining selbst auszuprobieren.

Nach dem Schnuppertraining konnte das Publikum im Rahmen ausführlicher Vorführungen erleben, was in den unterschiedlichen Disziplinen langfristig erreicht werden kann, erfuhren aber auch viel über die möglichen Anwendungen und Hintergründe der einzelnen Sparten. Dabei hatten die Reinbeker auch viel Spektakuläres zu bieten: Bei spannenden, mitunter „filmreifen“, action-geladenen Vorführungen zu aufpeitschender Musik erlebten die Besucher die Kampfkünste auf beeindruckendem Niveau, nicht zuletzt dank der mitunter sehr hoch graduierten Trainer des Vereins. Dabei wurde eine erstaunliche Bandbreite deutlich: Von meditativen Elementen mancher Kampfkünste bis hin zur Verteidigung gegen bewaffnete Angreifer auf der Straße.

Iaido-Schnuppertraining
Die Abteilung der Iaidoka um Harald Jess, erkennbar an ihren traditionellen japanischen Schwertern, sorgte dabei für „Samurai-Feeling“: Bei dieser stark ritualisierten Disziplin, die dem Zen-Buddhismus nahe steht, geht es um die Einheit von Mensch, Schwert und Kampf-Bewegung und die Gruppe konnte auf faszinierende Weise nachvollziehbar machen, wie sich aus dem „Trockentraining“ der Samurai die heutige Kampfkunst entwickelte. Doch Vorsicht: Das erste Training beginnt aus Sicherheitsgründen zunächst einmal mit einem Schwert aus Holz... Ein weiterer, vom Publikum offenbar lang ersehnter Höhepunkt war die fachgerechte Zerlegung von mehreren Betonplatten allein mit der Kraft eines Handkanten-Schlags. Die nervöse Spannung in der Luft war im gesamten Saal spürbar und kaum auszuhalten - live immer wieder ein besonderes Erlebnis.

Doch bei all diesen spektakulären Leistungen sollte nicht vergessen werden, dass das Reinbeker Kampfkunstforum in diesem Jahr unter einem besonders verdienstvollen Motto stand: Die Veranstaltung war Teil eines landesweiten Projektes, bei dem mit Hilfe der Kampfkünste Familiensport neu belebt werden sollte. Denn wie die Vorführenden überzeugend bewiesen: Die gezeigten Kampfkünste lassen sich sowohl von den Jüngsten als auch noch in sehr fortgeschrittenem Alter betreiben - also eine sehr gute Möglichkeit für mehrere Generationen einer Familie die Freude an diesen Sportarten zu teilen.

Homepage: http://www.tsv-reinbek.de/